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Kapitel 8

„Fabilein?“, flötete ich. „Mensch Lili, ich hab dir doch heute schon mal gesagt, dass ich den Namen nicht leiden mag…“, kam es angepisst vom Fernseher zurück. Ich zog einen Schmollmund. „Aber ich mag dich so gerne so nennen.“, schmollte ich. „Ja, toll… Also, was gucken wir?“, fragte er. „Ich will ehm… einen schönen Film…“, grinste ich. „Sind die fast alle…“, meinte Fabi seufzend. „Dann… hach, wie wär’s mit gar keinem?“, meinte ich. „Auch gut.“, meinte Fabi und schaltete das TV wieder aus. Er kam zum Bett gelatscht und ließ sich neben mich fallen. „Und jetzt?“, fragte er. „Hm… Du~~hu, könntest du mir morgen ein wenig besser skaten beibringen?“, fragte ich. „Klaro“, grinste er. Ich grinste zurück und ließ mich auf den Rücken fallen- sah jetzt hoch zu ihm. Sein Grinsen war so süß… Langsam beugte er sich über mich und legte seine Lippen auf meine. Ich legte langsam meine Hände in seinen Nacken und zog ihn ein wenig näher zu mir. Fabi hatte sich mit beiden Händen, jeweils eine rechts und eine links, neben mir auf dem Bett abgestützt und seine Haare fielen in mein Gesicht und kitzelten mich. Langsam trennten sich unsere Lippen wieder. Fabi lächelte. Ich lächelte zurück. Ahh! Er war so sü~~~~ß! „Weißt du was?“, fragte ich flüsternd. „Hm?“, fragte er eben so leise. „Du bist total süß“, lächelte ich und er gab mir noch einen Kuss. Ganz langsam hob er seine rechte Hand, stützte sich nur noch mit der Linken ab, und führte sie zu meinem Bauch, über den sie dann auch sofort anfing, zu streichen. Ich lächelte in den Kuss hinein und auch Fabi lächelte spürbar. Seine Hand strich langsam den Saum meines Shirts entlang und verschwand dann leicht unter ihm. Ich kicherte, denn sie war kalt und ich bekam eine Gänsehaut. Fabi löste sacht den Kuss und ließ sich neben mich sinken. Seine Hand blieb und seine andere benutzte er nun dazu, mir sanft über die Wange zu streichen. „Weißt du eigentlich, wie lieb ich dich hab?“, fragte er sanft und leise. Ich nickte leicht. „Genauso lieb, wie ich dich…“, hauchte ich und küsste ihn sanft. Fabi nickte kurz und erwiderte dann den Kuss. Ich strich langsam mit meiner Zunge über seine Lippen. Fabi öffnete sie langsam und meine Zunge glitt langsam in seinen Mund, um dort mit seiner Zunge einen wilden Kampf zu fechten. Doch nicht allzu lange, denn Fabi löste sich langsam von mir und nahm mich in seine Arme. Er lächelte glücklich und ich lächelte ihn ebenfalls glücklich an.

„Fabi…?“, fragte ich nach einiger Zeit. „Hm?“, kam es zurück. „Hattest du schon mal eine Freundin, so wie mich?“, fragte ich leise. Er schüttelte langsam mit dem Kopf. „Aber keine Angst…“, lächelte er. „Ich weiß schon noch, was Liebe ist… wurde ja oft genug enttäuscht…“, meinte er leise. Ich strich ihm mit der Hand über die Wange. „Ich werde dich nicht enttäuschen…“, sagte ich sacht. „Kannst du nicht... du bist ja schließlich mit mir zusammen und ignorierst mich nicht einfach…“, lächelte er und gab mir einen sachten Kuss. Leicht nickte ich. „Gucken wir doch noch einen Film?“, fragte ich nach weiterer Stille. „Hmpf… Meinetwegen.“, stöhnte Fabi und stand auf. „Nicht gehen…“, maulte ich. „Aber dann kann ich den Film weder raussuchen, noch anmachen…“, meinte er. Ich schmunzelte kurz. „Hast schon Recht…“, meinte ich grinsend und er schüttelte grinsend den Kopf. „Welcher Film?“, fragte er dann. „Ich will Findet Nemo gucken…“, sagte ich und klimperte bittend mit den Wimpern. Fabi verdrehte die Augen. „Meinetwegen.“, meinte er und schob die DVD rein. Er schaltete den TV an und kam zu mir zurück. Er schloss mich in seine Arme und lächelte. Ich folgte gespannt dem Film.


„Fabi, guck mal! Der arme kleine Nemo hat eine verkrüppelte Flosse!“, schniefte ich. „Ja, weiß ich doch…“, meinte Fabi.


5 Minuten später…

…lag ich weinend in Fabis Armen. „Das ist nicht fair! Jetzt hat Nemo keine Geschwister mehr und seine Mama ist auch tot!“, heulte ich.


Ende des Films und dutzende Taschentuchberge später…

…war Fabi am Ende mit den Nerven und ich eine geübte Heulboje. „Fabiii!“, heulte ich. „Guck mal…. Die haben sich wieder gefunden!“, schniefte ich lächelnd. Fabi rieb sich die Schläfen. „Nie wieder guck ich so einen Film mit dir…“, meinte er genervt. Ich sah ihn verwirrt an. „Guck nicht, wie ein Auto! Ist so! Beschlossene Sache!“, meinte Fabi. „Ab..aber…“, meinte ich und schniefte kurz. „Nein! Nie wieder!“, stellte er fest. „Na schön…“, meinte ich niedergeschlagen und kuschelte mich in die Decke des Bettes. „Willst du nicht in dein Zimmer?“, fragte Fabi. „Uhn, uhn.“, machte ich und grinste ihn frech an. „Na, dann geh ich da hin.“, meinte er und erhob sich. „Uhn, uhn!“, machte ich und zog ihn am Ärmel aufs Bett. Dabei fiel er auf mich und wir mussten lachen. „Na gut, bleib ich eben bei dir.“, meinte er und kuschelte sich zu mir unter die Decke. Einen Arm legte er um mich, die Hand auf meinem Bauch ruhend, und den anderen legte er über seinem Kopf auf dem Kissen ab. Ein kurzer „Gut-Nacht Kuss“ und wir waren eingeschlafen.


Am nächsten Morgen wurde ich vor Fabi wach und schlich mich in mein Zimmer. Ich nahm mir einen schwarz-weiß gestreiften Kapuzenpulli und eine Hüftjeans, die nur bis kurz über den Knien reichte. Dann noch ein paar löchrige, schwarze Seidenstrümpfe und schwarz-rote Stulpen für die Hände und Arme. Dann noch Unterwäsche und ich ging ins Bad und duschte. Als ich damit fertig war, föhnte ich meine langen Haare und band sie zu einem Pferdeschwanz hoch. Ich setzte eine weiße Cap mit einem schwarzen Totenkopf drauf, der an einigen Stellen mit Strasssteinchen besetzt war, auf und der Zopf hing hinten raus. Dann schminkte ich mich etwas schwarz um die Augen und legte leichten Lipgloss auf. Bloß nicht zu aufgetakelt aussehen… Ich schlüpfte in meine schwarzen Chucks und schlich zurück zu Fabi. Der schlief immer noch. Ich beugte mich über ihn und gab ihm einen sanften „Gut-Morgen Kuss“. Er öffnete die Augen und blinzelte leicht gegen das helle Sonnenlicht. Als er sich daran gewöhnt hatte, sah er zu mir und er starrte mich total komisch an. „Guck nicht wie ein Auto!“, lachte ich, „Bin nur ich!“ Ich gab ihm noch einen Kuss. „Und jetzt mach hinne! Ich will jetzt zum Skaten!“, meinte ich frisch und fröhlich und sehr, sehr munter. Fabi hingegen wirkte etwas zerknautscht und Morgenmuffel-mäßig. Er hievte sich aus dem Bett und schluffte ins Bad. Wenig später kam er etwas munterer wieder da raus und zog sich um. „Deine Laune will ich morgens ham…“, gähnte er und wir gingen in die Küche und frühstückten.

„Du brauchst noch ein Skateboard…“, meinte er. „Jap, aber das können wir doch kaufen, oder?“, meinte ich. „Ne, wir haben noch ein altes, was kaum benutzt wurde. Das ist weiß und unten drunter schwarz… das kannst du verunstalten und benutzen.“, lachte Fabi. „Uh, ja! Da hol ich mir noch Julie und ab geht die Party!“, lachte ich. „Mein Gott, was hast du genommen?“, fragte Fabi grinsend. „Nichts! Hab nur gute Laune!“, meinte ich und grinste zurück. Dauer-Grins-Frosch meldet sich zum Dienst…


Als wir in die Garage gingen, flog ich mehrmals über irgendwelche Dinge. Gitarrenständer, Schlagzeugutensilien, etc.. Bis Fabi das alte Skateboard gefunden hatte, dauerte es auch seine Zeit und schwups, war’s schon wieder Mittag. Und dabei wollten wir doch noch skaten gehen! Fabi reichte es mir. „Für heute geht’s ohne Verzierung.“, meinte er und ich nickte. „Einen Tag wird das Skateboard das auch überleben.“, lächelte ich und klemmte es unter meinen Arm. Na dann… Auf ging’s! „Ach halt! Jo wollte auch mit und ich glaub Julie…“, meinte Fabi. Da tanzte dann auch Jo mit seinem Skateboard an. „Julie holen wir ab.“, sagte ich und los ging’s dann endlich zum Skaterplatz.

Auf dem Weg hielten wir bei Julie an und schellten…




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