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Kapitel 10

 

„Fabi?“, rief ich einmal durchs ganze Haus. Nichts. Will der mich verarschen?! Er hat doch gesagt, er kommt um 2 nach Hause!! Jo ist doch auch schon da! Also laufe ich zu Jos Zimmer und klopfe. „Ja?“, kommt dumpf durch die Tür. Ich öffne sie und stecke den Kopf durch. Jo sitzt auf seinem Bett und hat einen dicken Wälzer in der Hand. Sieht aber eher nach einem Schulbuch aus. „Weißt du wo Fabi ist?“, fragte ich. Jo schmunzelt. „Hm… Ich dachte, der ist mit dir weg. Hat er zu mir gesagt.“, meinte Jo. „War er nicht.“, meinte ich. Jo schien nachzudenken. „Ne, dann weiß ich’s nicht.“, sagte er. Ich seufzte leise. „Na toll… Trotzdem danke.“, murmelte ich und verließ wieder das Zimmer und ging in meins. Dort legte ich mich auf mein Bett und machte Musik an. Nach dem dritten Lied war ich eingeschlafen.

 

Ich wurde dadurch wach, dass jemand an meiner Schulter rüttelte. „Lili, wach auf!“, hörte ich eine Stimme rufen. Langsam öffnete ich die Augen und sah in Julies. „Wo kommst du denn her?“, fragte ich müde und rieb mir die Augen. Julie verdrehte kurz die Augen. „Is doch egal! Komm schnell! Ich muss dir was zeigen!“, sagte sie hektisch und zog mich hoch. Ich war noch total schlaftrunken und bekam nur am Rande mit, wie sie mich zu Fabis Zimmer zog. „Was machen wir hier?“, fragte ich müde und gähnte. Julie stieß die Tür auf und Fabi und ein, mir unbekanntes, Mädchen sprangen auseinander. Wer war denn das? Kannte ich die? Nö. „Lili…! Es ist nicht so, wie es aussieht!“, stammelte Fabi. „Wer ist das?“, fragte ich. Fabi sah zu dem Mädchen. „Ehm…“ „Die ist doch aus deiner Klasse, oder?!“, fragte Julie Fabi sauer. Fabi nickte langsam. „Katrin… Kannst du bitte gehen?“, bat Fabi das Mädchen. Katrin hieß sie also. „Nein, nicht nötig. Ich geh schon.“, meinte ich und verließ das Zimmer. Ich stieg die Treppe hinab und zog mir Jacke und Schuhe an. Als ich die Haustür öffnete, kam jemand die Treppe runtergetrampelt. Ich verließ das Haus und trat in den Vorgarten hinaus. Langsam lief ich auf das Gartentor zu. „Lili! Komm wieder rein! Es soll gleich stürmen! Dir kann sonst was passieren!“, schrie Fabi. Ich drückte die Klinke runter und öffnete das Tor. Kurz drehte ich mich um. „Na und? Was geht dich das an?“,  fragte ich kalt und rannte los. Kurze Zeit hörte ich noch Schritte hinter mir, aber bei den ersten Regentropfen und Windböen entfernten sich die Schritte wieder. Feigling!

Ich lief in den Wald und setzte mich auf eine Wiese. Über mir das Geäst eines alten Baumes. Ich sah dabei zu, wie der Wind den Regen und die Äste und Blätter der Bäume mit sich riss. Er bestimmte die Richtung. Wehte er nach rechts, bogen sie sich nach rechts, wehte er nach links, bogen sie sich in diese Richtung. Sogar das Grass beugte sich der Kraft des Sturms. Langsam liefen mir Tränen die Wangen hinab. Warum hatte Fabi das gemacht? Ich dachte, er liebt mich. Aber nur wenige Wochen nachdem wir zusammengekommen sind, knutscht er mit einer anderen rum. Danke auch. Wie ich ihm doch vertrauen kann… Wie lange lief das wohl schon mit der? Er war in letzter Zeit so oft weg und keiner wusste, wo er war. Meistens, wenn ich Jo fragte, hatte Fabi gesagt, er wäre mit mir wo oder er kaufe was ein. Aber in den Läden war er nie gewesen. Und mit mir hatte er auch nichts gemacht. Betrüger, Lügner…! Ich hasse so Leute. Ich denke nicht, dass, falls er sich entschuldigt, ich ihm das verzeihen kann. Ich bin zu verletzt und das kann er nicht mehr gut machen. Er hat nicht nur unsere Beziehung zerstört, sondern auch mein Vertrauen zu ihm und das war einzigartig. Ich wüsste nicht, wie er das wieder reparieren könnte.

Es rüttelte heftig an einem Ast über mir. Ich sah nach oben und in dem Moment fiel ein großer, dicker Ast runter. Er war abgebrochen durch den Sturm. Ich war erstarrt vor Schreck und konnte mich nicht mehr bewegen. Der Ast knallte mit voller Wucht auf meinen Kopf und alles wurde sofort schwarz.

 

„Ich glaub, sie wacht endlich auf.“, hörte ich eine männliche Stimme. Aber wer war das? Meine Lider zuckten und dann schlug ich die Augen einen Spalt weit auf. 3 Personen waren über mich gebeugt und sahen mich besorgt an. „Hey Lili. Wie geht’s? Tut dir was weh?“, fragte das Mädchen. „Ich… Mein Kopf tut weh…“, sagte ich leise. Ja, mein Schädel brummte arg. Das dröhnte so und wenn ich den Kopf nur einen Millimeter bewege, ziept’s richtig fies. „Klar, der Ast war ja auch ziemlich heavy.“, lachte der größere Junge. „Hör auf, das ist nicht lustig!“, keifte der kleinere Junge. „Halt du doch die Klappe! Du bist schließlich Schuld daran!“, giftete das Mädchen den Kleineren an. „Was ist eigentlich los?“, fragte ich leise. „Dir ist ein Ast auf den Kopf gefallen. Weißt du nicht mehr? Der Sturm hat ihn abgerissen“, erklärte das Mädchen. „Ehm… Eigentlich weiß ich gar nichts mehr.“, stammelte ich. Alle sahen mich an. „Oh…“, brachten das Mädchen und der größere Junge nur heraus. Der kleinere schien gerade einen inneren Kampf zu kämpfen. Eine Stimme rief plötzlich von weit weg. „Julie! Du wirst abgeholt!“ Das Mädchen seufzte. „Ok, ich komme sofort!“, rief sie zurück. „Also Lili, ich komm morgen wieder, ok? Bis dahin, halt die Ohren steif und kurier dich aus.“, sagte sie und stand auf. Der Größere folgte ihr aus dem Zimmer. „Ehm… Lili?“, fragte der kleinere, der als Einziger geblieben war. „Hm?“ „Ich… Also… Ach, shit!“, stammelte er. Dann kam er näher und begann, mich zu küssen. Es kribbelte in meinem Bauch und mein Herz schlug mir bis zum Hals. Er trennte seine Lippen von meinen. „Ich liebe dich, Lili… Wir… wir waren zusammen, vor deinem Unfall… und… liebst du mich auch?“, fragte er stammelnd. Ich sah ihn ein wenig verwirrt und überrumpelt an. „Ehm… Kribbelts im Bauch und schlägt dien Herz ganz dolle? Ist es ein unbeschreibliches Gefühl, was du verspürst, wenn ich da bin, wenn ich dich… küsse?“, fragte er. Ich nickte langsam. Er lächelte. „Dann ist die Antwort wohl ja, oder?“, fragte er. Ich nickte zögerlich. Er nahm mich in den Arm. Die Tür ging auf, als er mich wieder küsste. „Fabi!! Lass das! Du weißt ganz genau, was vorher war!“, schrie er. „Aber sie weiß es nicht und jetzt ist doch alles gut!“, sagte Fabi. „Aber Fabi, du kannst sie nicht belügen! Als ob sie noch was mit dir zu tun haben wollte, wen sie es wüsste?!“, keifte der andere Junge. „Jo! Das ist doch meine Chance! Ich tu’s doch nie wieder! Sie muss es doch nicht wissen!“, meinte Fabi flehend. „Ich ruf Julie an! Dafür kommt sie bestimmt gerne wieder! Um dir die Meinung zu geigen! Du kannst doch Lili nicht verarschen!“, schrie Jo. „Bitte, nicht!“, flehte Fabi. Jo schüttelte mit dem Kopf und holte sein Handy raus und telefonierte mit Julie. Sie wollte wiederkommen. Was war hier los?

 




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