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Kapitel 12


Ich wachte auf und sah mich verwirrt um. Was war denn jetzt passiert? Au mein Schädel. Ein Mann im weißen Kittel stand neben dem Bett, in dem ich lag. „Ah, wach?“, fragte er. Ich nickte kurz. „Was ist los?“, fragte ich. „Du hattest einen kleinen Schwächeanfall, aber jetzt ist wieder alles im grünen Bereich. Deine Freunde wissen aber nichts davon.“, meinte er und schrieb sich noch etwas auf sein Klemmbrett. Dann verließ er den Raum. Ich lehnte mich ins Kissen zurück und schaltete den Fernseher an.


„… Drummer von Killerpilzen mit Blondine Händchen haltend beim Verlassen des Schulhofes gesichtet. Was hat das zu bedeuten? Ist Fabian Halbig jetzt vergeben? Aus sicheren Quellen haben wir erfahren, dass Fabian und Katrin erst an diesem Tag zusammen gekommen sind. Frisch verliebt! Ja, der Frühling liegt wahrhaftig in der Luft… Weitere Informationen erhalten sie zur vollen Stunde in den 14 Uhr Nachrichten und jetzt zum Wetter…“


Mein Kopf tat plötzlich höllisch weh und ich kniff die Augen zusammen. Dutzende Bilder rasten vor meinem inneren Auge her. Ich legte mir die Hände auf die Ohren, denn ich vernahm nun auch dutzende Stimmenwirrware…. Bitte, lass es aufhören! Ich begann zu schreien und Tränen liefen meine Wangen hinab. Es tat weh und dröhnte in den Ohren. Sie zuzuhalten brachte rein gar nichts! Die Tür flog auf und Julie kam zu mir gestürmt. Sie nahm mich fest in den Arm und drückte mich an sich. „Pscht…“, machte sie, aber ich schrie weiter. Es hörte einfach nicht auf! Zuletzt schlief ich erschöpft ein. Es wurde ein unruhiger Schlaf. Ich träumte total wirres Zeug. Mir blieb nicht viel im Gedächtnis. Nur eine Sache und es schmerzte sehr. Fabi und Katrin. Zusammen. Sie küssten sich und Katrin sah mich nur frech grinsend an. Dann wachte ich auf.

Julie saß neben meinem Bett und sah mich besorgt an. Neben ihr saß Jo und auf der anderen Seite hockte Fabi auf der Fensterbank und starrte aus dem Fenster. Ich musste leicht husten und Julie und Jo bemerkten mein Erwachen. „Geht’s dir besser?“, fragte Julie sofort. Ich nickte langsam. „Was war denn los? Warum hast du so geschrieen?“, fragte Jo. „Mein Kopf tat so höllisch weh… Und meine Ohren! Es sind so viele Bilder und Stimmen durch meinen Kopf gewirbelt…“, stotterte ich. Julie und Jo sahen sich kurz an. Dann sah Julie wieder zu mir. „Hat sich was verändert?“, fragte sie. Ich sah sie verwirrt an. „Wie, verändert?“ „Ja, du hast doch dein Gedächtnis verloren! Ich meine, ob…“ Ich unterbrach sie: „Mein Gedächtnis verloren? Nein, nicht das ich wüsste! Was redest du da?“ Julie sah wieder zu Jo und dann zu Fabi. Er hatte seinen Kopf in seine Arme gebettet und seinen Körper durchfuhr ab und zu ein Zucken. Dann vernahm ich auch ein Schluchzen. Fabi weinte…

„Fabi…?“, flüsterte ich. Er sah zu mir rüber. Seine Augen waren rot und nass, ebenso seine Wangen. „Geh.“, forderte ich. Er nickte leicht und verschwand. Julie sah ihm hinterher. „Ich schlafe jetzt… Ihr könnt auch gehen…“, meinte ich leise und schloss die Augen wieder. Kurz darauf war ich schon wieder eingeschlafen.



Es sind nun schon 3 Monate vergangen. Vor drei Tagen bin ich aus dem Krankenhaus gekommen. Ich wohne immer noch bei den Halbigs, aber ich habe mich von Fabi getrennt. Mein Gedächtnis ist auch schon vollständig zurückgekehrt. Fabi ignoriere ich die meiste Zeit. Ich will auch gar nicht mit ihm kommunizieren! Noch nicht mal an ihn denken! Aber das kann ich einfach nicht… Es beschäftigt mich so sehr! Ich liebe ihn doch immer noch! Und was macht er?! Das ist ja jetzt mal das meiste, was mich aufregt! Seit 2 Monaten ist Fabi mit der Schlampe Katrin zusammen! Die Tussi spielt mit den Jungs, aber Fabi lässt sie nicht gehen! Diese Schlange will mich doch nur provozieren! Sie weiß ganz genau, dass ich noch was von Fabi will! Er ist ja auch der Einzige, der es nicht merkt! Dafür ist das Rosa seiner rosaroten Brille, auch Verliebtheit genannt, zu dunkel. Er ist kaum zu Hause! Und wenn, dann hängt Katrin ihm am Hosenbein! Wenn wir mit Jo und Julie im Wohnzimmer sitzen und fern schaun, dann lecken die beiden die ganze Zeit rum! Das ist so unfair! Das tut so weh! Ich könnte Katrin echt töten! Julie hat auch schon sämtliche Morddrohungen an sie ausgesprochen, weil sie meint, ich würde so fertig werden durch ihr Verhalten. Stimmt auch. Aber noch etwas hat Katrin verursacht… Ich habe begonnen, mir selbst Verletzungen zuzufügen. Das tue ich sogar in der Pause auf dem Schulhof, aber keiner tut wirklich etwas. Julie ist dann immer nicht da. Sie weiß es auch nicht. Jo auch nicht, sonst würde Julie es ja schon wissen. Katrin weiß es. Sie hatte mir den Vorschlag gemacht. Da dachte ich noch, dass sie meine Freundin ist, aber ich wusste ja nicht, dass sie jetzt wirklich mit Fabi zusammen war. Jetzt kam ich nicht mehr los. Fabi war der Dritte im Bund, der nichts wusste. Aber bei ihm lag’s an der rosaroten Brille. Er stand einmal direkt neben mir, als ich eine Rasierklinge meinen Arm entlang zog, aber er war mit Katrin beschäftigt gewesen und hatte mich nicht beachtet.


Ich saß gerade auf einer Bank in einer Ecke des Schulhofes und Fabi und Katrin standen eine Bank weiter und knutschten. Julie war mit Jo in der Mensa, etwas zu Essen kaufen. Ich packte meine Klinge aus und setzte sie auf meinem Arm an. Fabi spukte mir durch den Kopf, als ich zuschnitt und mehrmals meinen Arm hinunterzog. Es tat weh, aber es befreite und Fabi verschwand aus meinem Kopf. Als ich dann jedoch zu ihm sah, brachten die kleinen Schnitte nichts mehr. Also setzte ich noch mal an und vertiefte sie. Langsam glitt Blut meinen Arm hinab, aber Fabi und Katrin spukten immer noch durch meine Gedanken. Ich drückte die Klinge tief in meinen Arm. Fester und tiefer, als beabsichtet. Es schmerzte sehr stark und ich stieß einen Schmerzensschrei aus. Langsam sackte ich von der Banklehne auf die Bank und hielt mir den Arm. Die Klinge steckte. Ich zog sie unter einem weiteren Schrei heraus. Blut floss nun den Arm hinab. Fabi saß plötzlich vor mir und strich mit einem Taschentuch das Blut weg. Dann drückte er es auf die tiefe Wunde. Ich begann zu weinen. Es brannte so höllisch. Katrin war weg. Ich weiß nicht, warum und wohin. Fabi strich mir beruhigend über die Wange. Das bluten wurde nicht besser. Eher heftiger. Plötzlich kam Katrin wieder. Mit Julie und Jo. Jo war sofort wieder weg. Er wollte einen Lehrer holen. Julie stieß Fabi unsanft weg und schaute sich die Wunde an. Es blutete immer noch stark und brennen tat es auch ganz schlimm. Sie strich mir über die Wange. „Alles wird gut… Jo holt Hilfe.“, flüsterte sie mir zu. Ich nickte nur kurz. Fabi wurde von Katrin am Arm gepackt. Sie zog ihn mit sich, aber Fabi wollte das gar nicht. Er sträubte sich und kam dann los. „Lass mich in Ruhe! Du bist echt das Letzte!“, schrie er sie an. Sie sah ihn mahnend an. Was war denn jetzt los? „Du bist so eine Schlampe! Du hast mir gesagt, dass sie mich nicht mehr liebt und, dass sie jetzt ein Psycho wird, weil sie Bock drauf hat! Du miese Lügnerin!“, schrie er sie an. „Wieso lüge ich denn bitte?“, schrie sie zurück. „Weil sie meinen Namen in ihren Arm geschnitten hat!“, schrie Fabi. Katrin wurde leicht blass. „J… Ja und? Psycho wird sie trotzdem von selbst! Als ob ich ihr gesagt hätte, dass sie anfangen soll zu ritzen, ich bitte dich!“, sagte sie dann aufgebracht. „Könnte ich glatt glauben! Du nimmst Drogen und wolltest mich da mit reinziehen! Vielleicht hättest du das ja geschafft, wenn ich in dich verliebt wäre! Aber ich liebe dich nicht! Du hast mich doch erpresst!“, schrie Fabi weiter. Katrins Gesichtsfarbe wich immer mehr. „Ah ja? Und womit hab ich dich bitte erpresst?“, fragte sie. „Du hast gesagt, dass Lilli was passiert, wenn ich nicht ja sage!“, schrie Fabi. „Und jetzt ist mir klar, dass du ihr auch so etwas getan hast! Ich hasse dich! Du widerst mich an!“ Dann klatschte er ihr eine. Sie sah ihn fassungslos an. Dann rannte sie davon. Etwas weiter entfernt kam Jo jetzt mit einem Lehrer her gerannt. Mir wurde langsam komisch und ich hatte Mühe, meine Augen offen zu halten. Ich fühlte mich schwach… Julie wurde panisch, als meine Augen zufielen. „Lilli! Wach bleiben! Nicht einschlafen! Bitte!“, schrie sie und rüttelte mich leicht. „Lilli!“, hörte ich Fabi noch schreien, dann war alles weg.




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