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Kapitel 14


„Fabian, hau ab!“, zischte ich. Seit 10 Minuten klopfte er schon gegen meine zugeschlossene Tür. „Ich will mich doch nur entschuldigen, verdammt!“, schrie er. „Das hast du schon oft genug getan, aber ich nehme deine Entschuldigungen nicht an!“, zickte ich und warf ein Buch gegen die Tür. „Lilli, du kannst dich nicht ewig vor mir einschließen! Irgendwann werde ich schon noch die Chance bekommen, mit dir zu reden!“, rief Fabian und verschwand. Ich drückte mein Gesicht in mein Kissen und boxte aufs Bett. „Idiot!“, murmelte ich und stand dann auf. Ich zog mich um und machte mir die Haare neu.

Als ich aus meiner Zimmertüre trat, kam Jo an mir vorbeigerauscht und schlug die Tür zu seinem Zimmer laut zu. Ich zuckte bei dem Geräusch zusammen und Fabians Tür öffnete sich. Erst sah er verwirrt zu Jos Tür, dann erblickte er mich. „Wo willst du hin?“, fragte er. „Weg.“, meinte ich trocken. „Wohin?“ „Einfach weg! Geht dich gar nichts an!“, meinte ich. „Doch! Ich mache mir Sorgen!“, sagte Fabian. „Brauchst du nicht. Ich kann selber auf mich aufpassen!“, sagte ich und lief zur Treppe. Als ich an der Haustüre angekommen war, hielt mich jemand zurück. Als ich mich umdrehte sah ich in Fabians Augen. „Bitte, sag mir, wo du hingehst! Ich mache mir wirklich Sorgen!“, meinte er. Ich schüttelte nur mit dem Kopf, schüttelte seine Hand ab und verließ das Haus. An der nächsten Bushaltestelle stieg ich in den Bus und stieg erst aus, als ich 10 Stationen von Halbigs Haus entfernt war. Nun sah ich mich nach einer Diskothek um. Bald fand ich auch eine und betrat sie. Ich kannte hier niemanden, also setzte ich mich einfach an die Bar und bestellte eine Cola.


Einige Zeit saß ich nun schon auf dem Hocker vor dem Tresen und trank Cola, als mir jemand auf die Schulter tippte. Ich drehte mich um und sah direkt in zwei eisig blaue Augen, die zu einem blonden Jungen gehörten. „Hallo, darf ich mich zu dir setzten?“, fragte er. Ich nickte langsam. „Ich bin Lukas und wer bist du?“, fragte er lächelnd und streckte mir seine Hand hin. „Lilli“, meinte ich ebenfalls lächelnd und ergriff seine Hand.


„Also Lilli… Was macht jemand wie du hier?“, fragte Lukas nach einiger Zeit. „Hm, ich weiß nicht. Weglaufen und mich verstecken vielleicht…“, murmelte ich. „Vor wem denn?“, fragte Lukas interessiert. „Meinem Exfreund…“, meinte ich leise. „Warum musst du dich vor ihm verstecken?“ Lukas sah mich fragend an. „Weil er die ganze Zeit versucht, mich zurück zu gewinnen, aber ich will das nicht!“, erklärte ich. „Ja aber du musst ihn doch einfach nicht ins Haus lassen, oder machen deine Eltern das?“, fragte Lukas. „Meine Mutter ist tot… Mein Vater im Gefängnis…. Ich wohne doch bei Fabians Eltern zu Hause! Wie soll ich ihm da aus dem Weg gehen?“, fragte ich niedergeschlagen. „Oh… Da hast du schon Recht… Na ja…“ Er schien zu überlegen. „Sollen wir uns irgendwo auf eine Coach setzten?“, fragte er dann. Ich nickte stumm. Lukas wies mir eine Coach an und blieb noch kurz zurück, um Getränke zu holen. Ich lief schon mal zu der Coach.

Kurz nachdem ich mich gesetzt hatte, tauchte auch Lukas wieder auf und drückte mir ein buntes Getränk in die Hand. „Was ist das?“, fragte ich und beäugte es kritisch. „Das ist lecker!“, meinte er nur und kippte seines in einem Zug in sich hinein. Ich nippte kurz. Es schmeckte zwar seltsam, aber nicht schlecht. Also trank ich das Glas schnell aus. Lukas und ich kamen immer tiefer ins Gespräch und Lukas holte noch einige der komischen Getränke an diesem Abend.


Es war schon kurz nach 1, als ich wankend die Disko verließ. Lukas stützte mich. „Soll ich dich nach Hause bringen?“, fragte er. Ich schüttelte mit dem Kopf. „Isch findsch schooon allleihne.“, lallte ich. „Bist du dir sicher?“, fragte er noch mal nach. Ich nickte und lief los. Kurz darauf war ich aber schon wieder heftig am schwanken und musste mich wo festhalten. Das Einzige, was ich hinbekam, war lachen. Und das tat ich die ganze Zeit! „Ich glaube, ich bringe dich doch. Weißt du die Adresse?“, fragte er. Ich schüttelte lachend mit dem Kopf. „Vergessen!“, kicherte ich. „Also… Hast du ein Handy?“ „Klar hab ich ein Handy! Was denkst du, wer ich bin?! Ein alter Penner ohne Geld?!“, motzte ich gereizt. „Nein, ich meinte, ob du es dabei hast.“, beruhigte er mich. „Weiß ich nicht. Wenn, dann in meiner hinteren linken Hosentasche.“, meinte ich nachdenklich. Lukas griff hinein, zog die Hand aber ohne Handy sofort wieder heraus. „Nein, da ist nichts.“, meinte er. „Dann hab ich’s vergessen.“, lachte ich. Lukas seufzte. „Ok, dann kommst du mit zu mir, ja?“, fragte er. Ich nickte heftig. „Jaaa!! Ich will deine tolle Wohnung mal sehen! Du hast sooooo viel darüber erzählt! Ist doch bestimmt toll, wenn man schon alleine eine Wohnung hat oder?“, brabbelte ich drauf los. „Geht… Aber mit 20 ist das doch eigentlich normal…“, meinte er. Ich nickte und ließ mich zu seinem Auto ziehen. Ich fragte mich, was Fabian den ganzen Abend gemacht hatte.


Am nächsten Morgen wachte ich mit irre Kopfschmerzen und Bauchschmerzen auf. Was war passiert? Ich richtete mich vorsichtig auf. Wo war ich? Das war nicht mein Zimmer! Ich stand auf und zog mir mein Shirt über und betrat die Küche der Wohnung. Dort stand ein junger Mann vorm Kühlschrank und räumte darin herum. Als er sich umdrehte, lächelte er. „Morgen Lilli.“, sagte er. „Was ist gestern passiert?“, fragte ich. Er zuckte mit den Schultern. „Ich weiß nur, dass wir eine ganze Menge getrunken haben und, dass ich dich mit nach Hause genommen habe. Hier haben wir noch ein bisschen getrunken und dann weiß ich nichts mehr.“, erklärte er. „Toll… Ich weiß nur noch, dass wir in der Disko saßen und uns unterhalten haben…“, nuschelte ich und ging ins Zimmer zurück, um mich anzuziehen. Ich frühstückte mit Lukas und ließ mich dann nach Hause fahren. Irgendwie hatte ich ein seltsames Gefühl im Bauch. Lukas fuhr sofort davon, als ich ausgestiegen war und die Tür geöffnet hatte. Ich hatte nicht einmal seine Nummer! Ich fand es gestern Abend nett! Jetzt konnte ich ihn nicht mal wieder erreichen. Schade eigentlich…


Ich betrat das Haus der Halbigs und ging die Treppe hoch. Oben angekommen, stürzte Fabian sofort aus seinem Zimmer und sah mich besorgt an. „Wo warst du so lange?! Ich habe mir Sorgen gemacht!“, maulte er. „Dein Pech.“, murmelte ich und schloss mich in meinem Zimmer ein.




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