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Kapitel 15

 

„Fabi? Was machst DU denn hier?“, fragte ich erstaunt, als er vor der Tür stand. „Äähm… ich wollt dich mal was fragen… wegen Lili und so… kann ich vielleicht reinkommen?“, fragte er unsicher. Etwas widerwillig ließ ich ihn rein und schloss die Haustür. Ich war immer noch nicht sonderlich gut auf ihn zu sprechen, aber na ja.

Wir gingen in mein Zimmer hoch und setzten uns. Dann fragte ich: „Was gibt’s denn?“ „Ja, also… sie ist immer noch total komisch zu mir…“, fing er an. „Wen wundert’s…“, murmelte ich. Daraufhin sah er mich leicht verzweifelt an. „Ja, was soll ich denn machen? Mehr als entschuldigen kann ich mich doch auch nicht!“ „Na ja, wie wär’s mit Zeit zurückdrehen?“, fragte ich trocken. Wir sahen uns an und lachten los. Das tat echt mal wieder gut, nach der ganzen Sache mit Jo…

„Bist du eigentlich immer noch so sauer auf mich?“, fragte Fabi dann. „Hmm…“, ich überlegte, „Nö, eigentlich nicht. Aber gut find ich das, was du gemacht hast, immer noch nicht…“ „Okay, gut“, Fabi war sichtlich erleichtert. „Und was würdest du jetzt an meiner Stelle Lili gegenüber machen? Ich mein, du kennst sie ja noch am besten von uns und weißt vielleicht wie ich sie dazu bringen kann, mir wenigstens mal zuzuhören…“

„Hmm, also…“, fing ich an, doch da klingelte Fabis Handy. „Ja?“, meldete er sich. „Ja klar, ich komm gleich … Ja, was ist denn passiert? … Okay, ich bin gleich da, ja? … Ok, ciao!“, er legte wieder auf und sagte dann: „Sorry, ich muss gehen…“

„Wer war’s denn?“, wollte ich wissen. „Jo… und ihm geht’s grad total scheiße und da hat er mich gefragt ob ich nicht kommen kann…“, gab Fabi mir Auskunft. Mein Herz machte einen kleinen Hüpfer, als er Jo’s Namen sagte, aber zugleich war mir auch total nach Heulen… Schließlich sagte ich: „Ok, wir sehen uns ja dann irgendwann…“

„Ja… und mit dir ist auch alles okay?“, fragte Fabi nach, ihm muss aufgefallen sein, dass ich auf einmal total depri war. Aber ich schluckte die Tränen runter und meinte: „Jaja, passt schon“

Immer noch ein wenig skeptisch verabschiedete Fabi sich dann. Nachdem ich ihn mit runter begleitet hatte, ging ich wieder hoch in mein Zimmer und schmiss mich auf’s Bett. Und plötzlich heulte ich total los. ich musste so heftig an Jo denken… während sich unaufhörlich unzählige Tränen den Weg über mein Gesicht bahnten, spielte sich alles noch einmal in mir ab. Ich sah Jo, wie er mich anschaute, als wir uns das erste mal getroffen haben, ich sah Jo’s süßes Lächeln, ich sah Jo’s Blick, wenn er mit mir redete, aber ich sah auch noch einmal, wie Jo mich anschaute, als er mir erzählte, dass er Dave und mich zusammen sah… und dann konnte ich nicht mehr. Laut schluchzend zog ich mir die Decke über den Kopf und bleib eine ganze Weile so liegen, bis ich unter der Decke keine Luft mehr bekam.

Schließlich stand ich auf, öffnete das Fenster und setzte mich aufs Fensterbrett. Nachdem ich ein paar Minuten lang die frische, kalte Winterluft atmete, kamen keine Tränen mehr nach und ich konnte wieder einigermaßen klar denken. Ich blieb noch eine Weile sitzen, bis auf einmal mein Handy klingelte. Bevor ich ranging, schniefte ich noch einmal kurz, dass ich nicht zu weinerlich klang und ging dann ran.

„Hi Süße, ich bin’s, Lili“, sie klang ziemlich happy.

„Hey Lili!“

„Du, ich wollt mal fragen, ob du Bock hast, zu uns zu kommen, wir schmeißen ’ne kleine Party…“

„Ähm…“, ich überlegte. Einerseits hatte ich total kein Bock, jetzt irgendwohin zu gehen, aber andererseits würde mir ein bisschen Ablenkung vielleicht ganz gut tun…

„Ach komm, bitte!“, bat mich Lili.

„Ja ja, okay, wann soll ich dann kommen?“

„Hmm… ich würd’ mal sagen… sobald du fertig bist“

„Ok, dann bis nacher, ja?“

„Oki, bis dann, hab dich lieb“

„Ich dich auch… ciao“

„Ciao“

 

Nachdem ich mein Handy aufs Bett schmiss, öffnete ich meinen Kleiderschrank und kramte nach irgendwelchen Klamotten, die ich anziehen könnte. Schließlich entschied ich mich aber doch einfach für meine Jeans, mein schwarzes Blink 182-Shirt und meine graue Sweatjacke. Ich packte noch schnell meine Tasche mit dem üblichen Krimskrams, ging dann ins Bad um den verlaufenen Kajal wegzuwischen und mich noch nachzuschminken, und ging schließlich runter. Dort sah ich Matze, wie er sich gerade seine Jacke anzog; er wollte anscheinend auch noch wohin. „Naa, wo geht’s so spät denn noch hin?“, fragte er. Ich lachte. „Die Halbigs schmeißen ’ne Party“, antwortete ich. „Ah, ja, da wollt ich jetzt auch hin.“

„Cool“, meinte ich, „Ja dann, ab geht’s, oder?“ – „Jup. Aber schick dich mal, der Bus fährt gleich“, sagte Matze. „Ja ja“, gab ich zurück, schnappte mir auch meine Jacke und zusammen verließen wir das Haus.

„Marie hat vorhin angerufen, sie ist gleich nach’m Gitarrenunterricht hin“, erzählte Matze. „Na toll, und ich hab’s wieder als Letzte erfahren, dass ’ne Party steigt, oder was?“, fragte ich gespielt beleidigt. „Nene“, lachte Matze, „bestimmt nicht. Ich hab’s auch erst vor 10 Minuten von Marie erfahren“ „Achso, ja dann“

 

Bei den Halbigs angekommen, sah ich weder Jo noch Fabi oder Lili. Dafür entdeckten wir aber Mäx, und setzten uns zu ihm und ein paar anderen Jungs. Nachdem wir eine Weile lang geredet hatten, hielt mir auf einmal jemand von hinten die Augen zu. „Marie? Lili?“, riet ich. „Letzteres“, hörte ich Lili sagen, die ihre Hände wieder wegnahm. „Hey“, wir umarmten uns. „Duu, kannst du mal bitte mitkommen?“, Lili grinste übers ganze Gesicht. „Ähm, klar“, meinte ich leicht lachend. „Okay, dann komm!“, sie nahm mich bei der Hand und ging mit mir nach oben. Auf dem Weg trafen wir Fabi, auch breit grinsend, worauf ich Lili fragte: „Was geht denn mit euch? Habt ihr euch wieder vertragen, oder warum grinst ihr so?“ Lili musste lachen, dann sagte sie: „Na ja, nicht unbedingt, aber… ach, du siehst es ja eh gleich“ Vor Fabi’s Zimmer machten wir Halt. Nun kam auch Fabi selbst wieder. „Alles klar?“, fragte Lili ihn. „Jep, alles klar“, antwortete er. „Okay… also Julie, du gehst jetzt da rein und kommst nicht eher wieder raus, als dass ihr euch wieder vertragen habt!“, erklärte Lili und bevor ich etwas sagen konnte, öffnete sie die Tür, schubste mich in das Zimmer und schloss die Tür wieder.

Tja, und jetzt stand ich hier, und vor dem Sofa auf dem Boden saß Jo. „Hey…“, sagte er leise und sah mich an. Oh mein Gott, dieser Blick… in diesem Moment merkte ich mal wieder, wie sehr ich ihn doch liebte… „Hey“, grüße dann auch ich. „Na da haben sich die zwei ja mal wieder was tolles ausgedacht…“, murmelte Jo, musste aber auch grinsen. „Mhm, schon… du, sag mal…“, ich setzte mich neben ihn, „bist du immer noch sauer?“ Jo schwieg erst einmal, dann meinte er aber: „Nein, eigentlich nicht… ich mein, es war auch irgendwie scheiße von mir, dass ich dich nicht hab ausreden lassen… willst du jetzt?“ Ich nickte und begann dann zu erzählen.

20 Minuten später gingen wir dann zusammen runter, Jo hatte meine Entschuldigung angenommen und ja, wir hatten uns wieder vertragen. Aber ich war trotzdem vorischtig mit dem was ich ihm gegenüber sagte und machte, weil ich nicht wieder wegen irgendetwas streiten wollte, und ich hatte das Gefühl, dass es ihm genauso ging.

Wir kamen dann auch ziemlich bald richtig in Partylaune, was unter anderem wahrscheinlich auch am Alkohol lag… und feierten, bis um 3 dann schließlich auch die letzten Gäste gingen. Ich übernachtete heute bei den Halbigs, das hatten Lili und Fabi wohl auch schon ausgemacht. Die Frage, wo ich schlief, erübrigte sich auch schnell, als Jo mich an der hand nahm und wir zusammen hoch gingen. Wir taumelten in sein Zimmer, wo ich mich sofort auf’s Bett schmiss und er, nachdem er die Tür zuschloss, sich neben mich legte. Eine Zeit lang sagte keiner was, dann beuge er sich auf einmal über mich und sah mich an. Oh mein Gott, diese Augen… „Weißt du eigentlich, dass du total hübsch bist?“, frage er und nicht viel später waren wir heftig am Knutschen…




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